Neues in der Kategorie Verkehr
Für diese "DIY traffic-calming happenings" verwendete Ted eine Wohnzimmerausstattung, ein 3 Meter großes Kaninchen, ein großes Bett für einen schlafenden Polizisten oder eine gestellte Unfall-Szene (für Halloween).
"Wir leben hier. Dies ist unser Lebensraum." sagt Ted. "Die Menschen haben vergessen, wie es ist wenn in ihrer Straße kein Autolärm herrscht."

"Meine Tochter darf in der Schule nicht mit Schneebällen werfen, weil das angeblich zu gefährlich sei. Aber es ist akzeptabel, dass sie zu Fuß nach Hause geht - nur ein paar Zentimeter entfernt von Autos mit lebensgefährlicher Geschwindigkeit. Das ist verrückt und zeigt eine tiefe kulturelle Befangenheit".
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Wie nicht anders zu erwarten, landete Hamburg auf dem letzten (28.) Platz bei den Großstädten. Die Hamburger Autopolitik hat in den letzten Jahren deutlich ihre Spuren hinterlassen ...
Auch wir machten uns am Sonntag auf zum Treffpunkt in Neuenfelde. Wir nahmen die Fähre von Landungsbrücken nach Finkenwerder und kamen pünktlich um kurz vor zwölf Uhr am Neuenfelder Hauptdeich/Ecke Rosengarten an. Einige Sternfahrer hatten sich schon versammelt - aber es war noch sehr übersichtlich. Dort trafen wir auch Kai, Clemens und Björn mit seiner Freundin und Grasshopper Liegerad. Ich hatte mein Liegerad heute zu Hause gelassen und war mit dem MTB gekommen um flexibler zu sein was Fotografie mit der Spiegelreflexkamera anging.
Kurz nach zwölf Uhr fuhr die Gruppe von vielleicht hundert RadfahrerInnen los in Richtung Finkenwerder um dort weitere Teilnehmer aufzunehmen. Dann ging es weiter in Richtung Köhlbrandbrücke, die an diesem Tag für die Demonstration gesperrt war. Kurz vor dem Anstieg zur Brücke kamen die Sternfahrer, die in Harburg gestartet waren, dazu.
Das erste Mal der Köhlbrandbrücke zu fahren war ein schönes Erlebnis. "Bergauf" staute es sich allerdings, da viele von den Rädern abstiegen um Fotos zu machen. Die letzten Meter zum "Gipfel" mussten wir schieben, da sich die Masse kaum noch bewegte. Die Abfahrt war schnell und kurz. Romana berichtete später, sie habe 48km/h auf dem Tacho gehabt :) Die Schlange von Radfahrern, die sich über die Brücke zog, war beeindruckend. Am Fuß der Brücke wurde dann gesammelt und gemeinsam fuhren wir weiter in Richtung Innenstadt.
Am Dammtor war ein kurzer Stop und nach einiger Zeit ging es dann weiter zur finalen Runde um die Alster. Wir konnten nicht direkt am Wasser fahren, da am selben Tag das Alsterskating stattfand. Bei sengender Hitze fuhren wir die Schleife und fuhren dann anschließend in den Stadtpark um uns im Schatten auszuruhen und zu grillen.
Bilder der Sternfahrt gibts im Album in der Rubrik "Velo -> Sternfahrt".
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Seit in Hamburg der CDU-Senat am Steuer sitzt, werden in Sachen Verkehrspolitik enorme Schäden angerichtet und Politik von vorgestern betrieben. Schill (Schillpartei) sorgte dafür, dass zehntausende Poller entfernt (3.7 Mio Euro kosten) und somit viele der Hamburger Radwege zu geduldeten Parkplätzen wurden. Die Benutzungspflicht wurde aber nicht aufgehoben, so dass sich Radler nun um parkende Fahrzeuge schlängeln müssen. Der Jahresetat für den Neubau und die Instandsetzung von Radwegen wurde von 1.1 Mio. Euro auf 200.000 Euro gekürzt. Der schlechte Zustand fast aller Radwege wird sich nun noch weiter verschlechtern und die Behörden denken nicht daran für die maroden Radwege die Benutzungspflicht aufzuheben. Im Gegenzug werden vom Senat Millionenbeträge (5.3 Mio laut Abendblatt) in neue Verkehrsprojekte für den Autoverkehr investiert. Straßen werden neu- und ausgebaut, Ampelschaltungen werden autofreundlich (Fußgängerfeindlich) umgestellt, sogenannte "Bettelampeln" (die mit dem Knopf) werden installiert, Verkehrsleitsysteme getestet. Für das gesündeste und umweltfreundlichste Verkehrsmittel, das Fahrrad, ist in Hamburg kein Platz und Geld vorhanden und es wird bei der Verkehrsplanung immer wieder ignoriert.
Jüngstes Beispiel ist der Umbau des Jungfernstieg. Der ADFC wies den Senat mehrfach darauf hin, dass ein gemeinsamer Fuß- und Radweg für beide Seiten gefährlich ist - besonders wenn der Radweg nur aus einer dünnen Linie auf dem Weg besteht. Fußgänger ignorieren die Markierungen und Radfahrer kommen immer wieder in Konflikt. Trotzdem wird der Radweg nun gebaut wie geplant und alle Fakten mit dem Hinweis, dass "Radfahrer vorsichtig im Schrittempo zu fahren haben" ignoriert.
Am Sonntag, den 19.Juni findet in Hamburg eine Großdemonstration gegen die Hamburger Verkehrspolitik statt. Radfahrer und Fußgänger wünschen sich mehr Beachtung in der Politik und fahren, bzw. gehen, deshalb auf abgesperrten Straßen gemeinsam von mehreren Startpunkten aus in die Innenstadt. Eine der attraktivsten Routen ist der Start ab Neuenfelde, bzw. Harburg über die abgesperrte Köhlbrandbrücke.
Hier ein Link zu einem offenen Brief der Universität Leipzig an die Hannelore Kohl Stiftung.
Kurz darauf erfolgte die Antwort der Hannelore Kohl Stiftung.
Folgendes Zitat dazu aus dem Usenet de.rec.fahrrad
[...]
Kurzes Fazit (aus meiner Sicht): Wenn sich mit der Kampagne organische
Hirnschäden vermeiden lassen, dann müssen psychische Schäden der
Kinder in Kauf genommen werden. Diese Organisation stempelt nicht nur
die Eltern von Unfallopfern als Täter ab, sie lässt Eltern auch mit
der Verarbeitung der Folgen allein, wenn es um die Verarbeitung dieser
Kampagne geht. Auf den Vorwurf, dass Kinder dieses Motiv nicht
verarbeiten können, geht die Antwort nicht ein. Man zieht sich
sinngemäss darauf zurück, die seien ja nicht die Zielgruppe.
Besonders perfide ist IMHO folgender Absatz:
- Das Helmtragen beim Fahrradfahren wird noch nicht ausreichend ernst genommen. Die Folgen daraus sind das wahrhaft Schockierende, nicht das Plakatmotiv: Über 300.000 Menschen verunglücken jährlich im Straßenverkehr, mit z.T. schwersten Verletzungen des zentralen Nervensystems.
Das ist nichts anderes, als die Gesamtzahl der polizeilich erfassten Verkehrsunfälle mit Personenschäden. Unnötig zu erwähnen, dass diese Zahl absolut nichts aussagt über die Zahl der Unfälle mit schweren Verletzungen, nichts über die Zahl der Unfälle mit Hirnverletzungen, und schon ganz sicher garnichts über die Zahl der Fahhradunfälle, bei denen ein Helm hätte helfen können. Wer soetwas schreibt, der argumentiert nicht nur unsachlich, der führt bewusst in die Irre.
Ein eher lächerliches Detail, das die Sorgfalt deutlich macht, mit der diese offene Antwort geschrieben wurde: "ein Fahrradhelm schützt vor Unfällen" steht da wörtlich! Wie soll das gehen?
Weitere Artikel zu dem Thema im Netz:
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| Original | Modifizierte Version |
http://www.taz.de/pt/2004/09/09/a0312.nf/text [ Spenden ]
Auch in der aktuellen Ausgabe der Hamburger Morgenpost gibt es einen interessanten Artikel mit dem Titel "Die Radfahrer-Falle vor dem US-Konsulat".
Grundlage für dieses Handeln ist ein aus dem Jahre 1957 stammendes Gesetz über Grün- und Erholungsanlagen das Radlern den Zugang zu allen Parks verwehrt. Allerdings wurde das Radfahren seit Jahrzehnten geduldet und in fast allen Parkanlagen existieren auch keine entsprechenden Hinweise in Form von Verbotsschildern. In einigen Grünanlagen wurden solche Schilder nun kurzerhand nachinstalliert um die Hilfssheriffs des SOD abkassieren lassen zu können. Das dabei nicht gerade zimperlich mit den ertappten Sündern umgegangen wird versteht sich von selbst. Schliesslich könnten die "rasenden Radler" morgens um sieben Uhr auf dem Weg zur Arbeit die (nicht vorhandenen) Parkbesucher stark gefährden. Anstatt den Park unsicher zu machen, müssen die Radler nun an Autokolonnen vorbeifahren und sich den Strapazen der schlechten Hamburger Radwege aussetzen (z.B. Niendorfer Gehege vs. Kollaustrasse). Wen wundert es da, dass viele auf das Rad verzichten und auch im Sommer mit dem Auto unterwegs sind?
Artikel des Hamburger Abendblatt [ Leserbrief schreiben ]
Update:
Zumindest teilweise gibt es nun ein Einsehen der Politiker und das Radfahrverbot wird in einigen Parks aufgehoben werden wie heute im Abendblatt zu lesen war.

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