Radwandern auf dem Mönchsradweg

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Das verlängerte Pfingtswochenende bot sich für Outdoor-Aktivitäten an. Nach ein wenig Recherche im Internet fanden wir heraus, dass es einen dokumentierten Radwanderweg von der Insel Fehmarn bis nach Glückstadt gibt; den Mönchsweg.

Die Radtaschen waren von unserer letzten Radtour noch gar nicht ganz ausgepackt, da machten wir uns auch schon wieder auf die Reise! :)

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Das Beste an unserer Fahrt durch Fehmarn war der Rückenwind.

Wir waren froh, als wir die Fehrmansundbrücke auf der "Notspur" (Radfahrer absteigen! und das Rad bitte kilometerlang über die Brücke schieben) überquert hatten. Da die Insel als Zubringer zur Fähre nach Lolland (Dänemark) dient, war der Autoverkehr entsprechend heftig. Als wir dem Mönchsweg ab Puttgarden durch das Inselinnere folgten, fühlten wir uns als würden wir auf der Standspur einer Autobahn fahren. Hätten wir das vorher gewusst, wären wir stattdessen ab Heiligenhafen gestartet. Der Streckenabschnitt des Mönchsweg auf Fehmarn bietet nichts, was man im Nachhinein vermissen würde.

Der Weg führte uns durch Oldenburg nach Grömitz, meist auf unattraktiven Radwegen direkt neben vielbefahrenen Landstraßen. Irgendwann hatten wir genug davon direkt in der Nähe der Ostsee zu fahren, aber vom Wasser trotzdem nichts zu sehen. Der Mönchsweg schien konsequent die schönen, ruhigen Wege am Wasser zu vermeiden. So fuhren wir dann einen Teil der Strecke  auf dem abwechslungsreichen Ostsee-Radweg bis Neustadt in Holstein.


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Weiter ging es bis zu unserem Tagesziel, dem Campingplatz Prinzenholz am Kellersee. Nach 113 Kilometern und 6.5 Stunden Fahrtzeit schmeckte das leckere, auf dem Trangia-Kocher zubereitete Abendessen ganz hervorragend. Wir schliefen in dieser Nacht wie Steine und wachten am nachfolgenden Morgen ausgeruht und zusammen mit den ersten Sonnenstrahlen auf.

Nach dem Frühstück begannen wir unsere zweite Tagesetappe bereits um 8:30 Uhr. Der Radweg, an der Seen-Landschaft der Holsteinischen Schweiz vorbeiführend, war wirklich sehr nett. Die Wegbeschaffenheit war streckenweise mit meinen 20 Zoll Reifen grenzwertig zu fahren (sandige, grobe Steinschotterpisten mit einem Schlagloch nach dem anderen), aber ich gab mir trotzdem alle Mühe. Die schönen Ausblicke und die frische, duftende Luft glichen die miesen Wege problemlos wieder aus :-)

Wir machten unsere Mittagspause am Ufer des Schmalensee, das mit einem ausgebauten Rastplatz mit Sitzbänken und Tischen aufwartete. Sogar einen Steg mit Wasserrutsche gab es. Romana schwamm ein paar Runden in dem kühlen See. Wir radelten insgesamt 120 Kilometer in 7 Stunden bis zum Campingplatz in Weddelbrook. An diesem Abend gab es ein ganz besonders leckeres Essen und gemeinsam mit der Sonne verabschiedeten wir den Tag.

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Am dritten und letzten Tag unsere Reise modifizierten wir die Route ein wenig. Wir vermieden einen extra Schlenker durch Kellinghusen und kürzten noch eine weitere Schleife ab, was uns etwa 25 Kilometer Streckenlänge einsparte. Stattdessen wollten wir von Glückstadt bis nach Wedel fahren um dort die S-Bahn in die Hamburger Innenstadt nehmen zu können (zirka 30 Kilometer). Wir wollten uns die Fahrt mit der Bahn zurück nach Hamburg sparen, nachdem wir es auf unserer letzten Radreise durch prall gefüllte Radabteile kaum zurück nach Hause geschafft hatten.

Vorher passierte uns aber noch ein besonders glücklicher Zufall.

Und zwar begab es sich, dass wir an diesem Morgen unser letzes Espresso-Pulver verbraucht und so keinen Kaffee mehr für die Mittagspause hatten. Da die Knusperfische was den Kaffee betrifft ja etwas anspruchsvoller sind, hatten wir uns schon damit abgefunden in dieser Pause ausnahmsweise mal keinen Cappuccino zu trinken.

In dem winzigen Ort Wulfsmoor fuhren wir dann an der Sunbeam-Coffee Kaffee-Rösterei vorbei. Sowas! Mit allem hatten wir gerechnet, nur nicht damit ausgerechnet am Pfingtsmontag in einem Dorf bestehend aus drei Häusern und vier Schafen auf eine Rösterei zu treffen die guten Espresso herstellt! Zufällig kam der Inhaber gerade von einem Spaziergang mit seinem Hund zurück und lud uns ein einen Blick auf die Röstanlage und den Kaffee zu werfen. Wir bekamen zwei Pakete allerbesten, gemahlenen Espresso als Gratisprobe und der Tag war gerettet! Unseren herzlichen Dank an Michael Brown für den Rundgang durch die Rösterei und den leckeren Kaffee. You saved our day! :)

In Glückstadt angekommen fuhren wir dann auf dem uns bereits bestens bekannten Elberadweg zurück in Richtung Heimat.


Unsere Wegaufzeichnung gibt es als GPS-Track bei bikemap.de


Radroute 200231 - powered by Bikemap 



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sogar mit Aufschäumer auf Achse. Vorbildlich! :-)

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