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| E5 Wegmarkierung | Romana im Rifugio Tonini | Rifugio Erdemolo |
Von Hamburg nach Bozen fuhren wir mit dem Urlaubsexpress - einem speziellen Nachtzug. Wir stiegen um 18:30 Uhr in den Zug, aßen zu Abend und tranken ein (oder zwei ;) Glas Wein, schliefen gut bis zum nächsten Morgen, frühstückten und kamen um kurz nach neun Uhr in Bolzano an. Perfekt! Es gibt keine bessere und angenehmere Art zu reisen als genau so.
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| Aufstieg am Geröllhang | Gipfelkreuz | Levico Terme |
In Bozen angekommen, liefen wir ein paar hundert Meter direkt zur Jugendherberge und verstauten unsere Rucksäcke in dort vorhandenen Schließfächern. Da wir das Zimmer erst ab zwölf Uhr betreten durften, liefen wir durch das schöne Städtchen und tranken einen Cappuccino. Der erste Tag verging wie im Fluge und der Abend nahte. Leider hatten wir nur noch ein zur Straßeseite gelegenes Zimmer bekommen. Das stellte sich schnell als Desaster heraus. Der Auto- und LKW-Verkehr war so laut, dass es uns vorkam als schliefen wir direkt an der Autobahn. Selbst bei geschlossenem Fenster war der Lärm nicht zu ertragen und wurde auch zu später Stunde nicht besser. Allen Gästen dieser Herberge sei hiermit dringend empfohlen ein paar Wochen vor der Anreise ein Zimmer abseits der Straße zu reservieren (oder gute Ohrstöpsel mitzunehmen :)
Am Sonntag starteten wir unsere Wanderung. Wir liefen quer durch die Stadt in zirka 20-30 Minuten zur Seilbahn hinauf nach Bauernkohlern. Am Tag zuvor hatten wir uns schon nach den Abfahrtzeiten erkundigt und den Weg zur Seilbahn ausgekundschaftet. Oben angekommen, ging es dann los. Die erste Etappen zog sich sehr in die Länge und es sollten insgesamt vielleicht 23-24 Kilometer werden; deutlich mehr als im Wanderführer angegeben. In Oberradein war im Hotel Zirmerhof leider kein Platz mehr für uns, aber der Hoteldirektor war sehr freundlich und hilfsbereit und rief in den anderen beiden Pensionen an und fragte nach einem Zimmer für uns. In der Pension Wastlhof schliefen wir dann eine Nacht in einem urig hölzern ausgestatteten Bauernzimmer.
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| In den Bergen | Petra und Andreas | Kletterei |
Die nachfolgenden beiden Etappen waren recht unspektakulär, vor allen Dingen die Etappe von Gfrill über Lago Santo nach Segonzano hätte man sich komplett sparen können. Der Weg führte ausschließlich durch Forstwirtschaft - wir hörten Baggerlärm, Motorsägen und sahen kahlgeschlagene Mondlandschaften. Der "heilige See" bestand aus einem unattraktiven Baggersee an dem wir schnell vorbei eilten.
Ab dem kleinen Städtchen Bedollo liefen wir den E5 in der attraktiven Alpenvariante. Da das Wetter immer noch sehr unbeständig war, quartierten wir uns in dem gemütlichen Rifugio Tonini ein. Es sollte einer der schönsten Abende werden. Wir waren zusammen mit einem weiteren Wanderer aus Deutschland die einzigen Gäste die über Nacht blieben. Abends aßen wir mit der Wirtsfamilie zusammen zu Abend. Es gab leckere Pasta und dazu einfachen Tafelwein. Nach dem Essen holte die Wirtsfrau ihr Akkordeon hervor und begann einige Lieder zu spielen und dazu zu singen. Die Stimmung war ausgelassen und wir genossen den schönen Abend!
Die nächsten Tage hielten wir uns im Gebirge auf und kamen deutlich langsamer voran als geplant. Da ab zirka 15-16 Uhr immer starker Regen (und einmal sogar Hagel) einsetzte, mussten wir die Etappen kürzen. So liefen wir von Tonini zum Rifugio Erdemolo und übernachteten dort. Die Wirtin und ihre Eltern sprechen Deutsch und wir unterhielten uns den ganzen Abend mit der Großmutter. Auch hier schliefen wir alleine im Schlafsaal. Das Essen im Rif. Erdemolo war leider fürchterlich und mit 75 Euro war es auch noch eine der teuersten Rifugio-Übernachtungen.
Am kommenden Morgen wanderten wir von Erdemolo über die nicht ganz ungefährlich zu begehende Hochalpinroute nach Vetriolo Terme. Wir stiegen über die Gipfel des M. Gronlait (2383m) und M. Fravot (2347m); hatten aber leider wegen über den Grat ziehender Wolken keinen guten Ausblick. Der Aufstieg und der Weg auf dem Kamm waren nicht ohne und erforderten hohe Konzentration und Trittfestigkeit. Bei schlechtem Wetter (Schnee, Regen, starker Nebel) sollte man diese Route nicht wählen und stattdessen die vor dem Aufstieg am Geröllhang beschilderte Alternativroute gehen!
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| Steiler Weg | Bergpredigt | Giazza |
In Vetriolo Terme angekommen, kehrten wir in das erste Cafe ein, an dem wir vorbeikamen. Dort aßen wir Kuchen und tranken Cappuccino. Leider stellte sich heraus, dass der Bus nach Levico Terme nur zweimal am Tag fährt - einmal um zirka 9 Uhr in der Früh und dann noch einmal Abends um 18 Uhr. Da wir uns den fast 1000 Höhenmeter Abstieg nach Levico Terme nicht mehr antun wollten und auch keine Lust hatten über drei Stunden auf den Bus zu warten, beschlossen wir die Nacht in einem Hotel im Ort zu verbringen. So nahmen wir ein Zimmer im Hotel "Roma" im Ortszentrum und liefen am darauf folgenden Tag einen schmalen Pfad durch den Wald hinab nach Levico Terme.
Dort angekommen, suchten wir lange nach einem freien Zimmer. Da gerade Hauptsaison war und der Ort als Bade- und Kurort bei den Italienern sehr beliebt ist, war das ein nicht ganz einfaches und zeitaufwendiges Unterfangen. Nachdem wir bestimmt zehn Hotels abgeklappert und jedes Mal eine Absage bekommen hatten, fanden wir ein Zimmer in der "Albergo Rocca". Wir machten einen Pausentag, wuschen die Kleidung, aßen leckere Pizza und machten einen Spaziergang zum stark frequentierten Badesee.
Von Levico Terme wanderten wir nach Lusern und kehrten in dem schönsten Hotel auf der ganzen Wanderung ein - dem "Luserna Hof". Das Zimmer war gemütlich eingerichtet und das Essen war spitzenmäßig! Weil es am drauf folgenden Tag in Strömen regnete, beschloßen wir am Morgen einen weiteren Pausentag einzulegen und es uns gut gehen zu lassen. Am dritten Tag nahmen wir den Mittagsbus nach Carbonare und wanderten von dort aus zum Coepaß. Wir nahmen ein Zimmer im einzigen Restaurant im Ort da das Rifugio geschlossen war. Beim Abendessen trafen wir Petra und Andreas aus Stuttgart die ebenfalls auf dem E5 unterwegs waren.
Weiter ging es vom Coe Paß zum Rifugio Papa (wir nahmen eine Abkürzung bei Mga. Buse Bisorte auf den Weg Nummer 120) und ließen so den Schlenker zum Rif. Lancia aus. An der Kreuzung zum Weg #120 zum Rif. Papa trafen wir auch auf Petra und Andreas und wanderten die letzten Kilometer gemeinsam. Im Rifugio angekommen, nahmen wir eine Pritsche in der Notunterkunft da alle Zimmer schon belegt waren.
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| Marc | Natürliche Brücke | Am Ziel! |
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| Am Ziel! | Sirmione beim Gardasee | Sirmione beim Gardasee |
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| Küste von Sirmione | Küste von Sirmione | Küste von Sirmione |
Am nächsten Morgen genossen wir den herrlichen Ausblick vom Rifugio Papa bevor wir uns auf den Weg nach Campogrosso machten. Wir liefen auf einer steinigen Straße durch etliche in den Stein gesprengte Tunnel hinunter zum Fugazzepaß - tranken dort einen Cappuccino und wanderten dann wieder hinauf zum Rifugio Campogrosso. Dort übernachteten wir in einer kleinen Kammer mit Dusche und ließen uns abends die Sonne auf die Nasen scheinen.
Der Aufstieg am folgenden Tag war der schönste auf der gesamten Strecke. Es ging sehr steil bergauf und teilweise musste man einige Stufen hinaufklettern - ein großer Spaß :) Beim Rif. Scalorbi angekommen hörten wir einige Minuten einer Bergpredigt zu und liefen dann bergab zu unserem Ziel - Giazza.
Das kleine Städtchen mit seinen verwinkelten Gassen war sehr schön - und bestimmt ein Paradies für die vielen Kinder die dort in den ruhigen Straßen spielten. Wir aßen eine leckere Pizza in einer Pizzeria und schliefen in einem schäbigen und muffigen Hotel - dem einzigen im Ort. Weiter ging es nach "Erbezzo" - unserem Zielort schon sehr nah. In der "Albergo Berna" nahmen wir ein Zimmer und erkundeten den netten kleinen Ort. Wir fanden eine Stelle von der aus man den Gardasee sehen konnte und freuten uns schon darauf in Kürze in Verona anzukommen.
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| Arena di Verona | Die perfekte Kuh! |
Der Weg von Erbezzo nach Avesa - einem Vorort von Verona - zog sich ein wenig in die Länge, war letzendlich aber etwas kürzer als in unserem Buch angegeben (zirka 28-29 Kilometer). In sengender Hitze liefen wir auf dem "Schlechtwetterweg" (der Alternativroute) entlang der Straße. Der sicherlich attraktivere Weg durch die Schlucht war für den Zustand unserer Füße keine Option mehr. Die taten einfach nur noch weh und wir wollten so unkompliziert und schnell es geht ans Ziel kommen!
In Avesa angekommen hatten wir Glück, denn unser Bus stand schon da und fuhr eine Minute später ab. Wir fuhren bis zum Bahnhof, stiegen dort aus und ließen uns im dortigen Touristeninformationszentrum mit einem Stadtplan und einer Liste aller Hotels ausstatten. Damit liefen wir zum Zentrum von Verona - direkt zur Arena di Verona - und versuchten ein Zimmer zu bekommen. Das war, wie so oft auf diesem Weg, ein schwieriges Unterfangen da fast alle Hotels komplett ausgebucht waren. So nahmen wir ein klitzekleines Zimmer mit (ungenießbarem) Frühstück im Hotel Milano.
Wir verbrachten noch einige erholsame Tage in Verona. Unter anderem besuchten wir an einem Abend die Oper in der "Arena di Verona" und sahen uns die japanische Tragödie "Madame Butterfly" an; eine ziemlich banale Geschichte, die aber dank der atemberaubenden Atmosphäre der fast 2000 Jahre alten Arena und der hervorragenden Darsteller trotzdem einen guten Eindruck hinterließ.
Außerdem fuhren wir mit dem Bus zwei Mal an den Gardasee - zur romantischen Halbinsel Sirmione - und verbrachten dort wunderschöne, sonnige Tag am Gardasee.
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Barte Tour, ihr Suessen! Und als Tip fuer's naechste Mal: Ohrstoepsel kann man sich immer und ueberall aus etwas Klopapier + Spucke selber basteln... fuer Schlafen auf Tour unter Extrembedingungen. Einfach einen Streifen aufrollen, zur richtigen Laenge abreissen, anfeuchten und ins Ohr stecken... mindestens so gut wie die aus Schaum und kosnix :)