Stadtparktriathlon

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Die Störtebiker zeigten heute massive Präsenz beim VVL Stadtparktriathlon. Für Romana war es der erste Triathlon und für mich der zweite (nach dem Holsten City Man im letzten Jahr). Ausserdem starteten Heiner & Swantje beim Staffel-Triathlon.

Romana gab ihr Debut bei ihrem ersten Triathlon mit einer Spitzenzeit von 1:26:57 (Gesamtplatz 46, Altersklasse Platz 10) und ich konnte meine Zeit auf 1:14:22 (Gesamtplatz 87, Altersklasse Platz 18) verbessern.

Heiner & Swantje belegten einen hervorragenden 13. Platz (mit einer super Zeit von 1:10:54) in der Mix-Staffel.

Mehr Fotos gibts von Heiner bei Flickr

Heute stand mein zweiter Triathlon auf dem Programm, nachdem ich im letzten Jahr beim Holsten City Man teilgenommen hatte. Auf den kleinen, "familiären" Stadtparktriathlon (mit zirka 1100 TeilnehmerInnen insgesamt) hatte ich mich schon lange gefreut. Letztes Jahr hatte ich leider die Anmeldung verpasst und keinen Startplatz mehr bekommen.

Romana startete um 08:30 zusammen mit allen anderen Frauen. Ich begleitete sie in der Wechselzone bis zum Stadtparksee, in dem sie 500 Meter schwimmen sollte. Die Stimmung war so angespannt, dass es prompt einen Fehlstart gab. Eine der Schwimmerinnnen bemerkte das Malheur erst nach dem Umrunden der ersten Boje. So verzögerte sich der Start um einige Minuten. Nach dem Startschuss feuerte ich Romana an und wir sahen uns kurz in der Wechselzone, bevor sie mit dem Rad in der Hand zur Radstrecke entschwand.

Dann wurde es für mich Ernst. Ich schlüpfte in meinen Neoprenanzug - den ich mir aufgrund meiner Erfahrungen mit dem eiskalten Alsterwasser mittlerweile angeschafft hatte - und begab mich an den "Strand" des Stadtparksee's. Dort wurde fünfzehn Minuten vor dem Start die Wettkamfpbesprechung abgehalten. Danach begab sich die Gruppe von zirka 100 Triathleten ins Wasser und auch ich schwamm mich schon einmal warm. Die Temperatur im Neoprenanzug war optimal. Ich hatte meine volle Rad- und Laufmontur unter dem Anzug. Das ersparte mir den anschließenden Kleidungswechsel. Nach dem Startschuss ging es hektisch zur Sache. Arme und Beine flogen durchs schäumende Wasser und ich ließ die schnellen Schwimmer passieren um mich dann im Mittelfeld einzureihen.

Der Auftrieb des Neoprenanzug wirkte Wunder und ich konnte als Brustschwimmer locker mit dem kraulenden Mittelfeld mithalten. An den Wendepunkten (Bojen) staute es sich so sehr, dass ich ungewollte Pausen einlegen musste. In einer Zeit von 12:03 verließ ich das Wasser und lief keuchend in die Wechselzone. Bei meinem Fahrrad angekommen zog ich die Badekappe und Schwimmbrille vom Kopf, den schon im Laufen halb ausgezogenen Neoprenanzug vom Körper und legte meinen Zeitfahrhelm und die Startnummer an. Die Radschuhe vergaß ich diesmal nicht; allerdings hatte ich sie nicht, wie ursprünglich geplant bereits in die Pedale eingeklickt, sondern zog sie direkt an. So lief ich in Rennradschuhen aus der Wechselzone heraus zur Radstrecke. Dort angekommen hatte ich Probleme in die Pedale einzuklicken da die Speedplay-Pedale sehr empfindlich gegen Verschmutzung reagiereren und durch das Laufen auf dem Sandweg mit Sand verunreinigt waren.

Auf dem Rad brauchte ich zwei Runden um meinen Rhythmus zu finden. Die Radstrecke war komplett uneben und führte jeweils zur Hälfte leicht bergauf und leicht bergab. Fünf Runden a vier Kilometer mussten gefahren werden. Ich überholte viele Triathleten und machte verlorene Plätze wieder wett. Leider musste ich zweimal hart abbremsen da eine Passantin mit Fahrrad und später eine Joggerin die Radstrecke kreuzten ohne auf die Triathleten zu achten. Da hatten leider die Ordner gepennt und es wäre fast zu einem Unfall gekommen! Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 37 km/h und einer Zeit von 38:50 (Platz 8 in dieser Disziplin) beendete ich das Radfahren. Die Radfahrzeit ist allerdings inklusive der Gesamtzeit in der Wechselzone da bei diesem Triathlon leider nur zwei Mal die Zeit genommen wurde - nach dem Schwimmen und vor dem Laufen.

Nun stand noch das Laufen an. Fünf Kilometer durch brennende Hitze. Die Sonne schien mittlerweile stark und das Thermometer war steil nach oben geklettert. Ich lief mit dem Rad in die Wechselzone. Dort zog ich den Helm und die Radschuhe aus und die Laufschuhe an. Schon beim letzten Triathlon hatte ich die Schnürsenkel der Laufschuhe mit Schnellbindern ausgestattet; so brauchte ich nicht zu schnüren und sparte wertvolle Zeit.

Der Wechsel vom Radfahren zum Laufen war sehr hart. Daran hatte sich zum letzten Mal nichts geändert. Dass ich in den letzten sechs Monaten exakt drei mal dreißig Minuten gelaufen war machte sich bemerkt. Trotzdem lief ich so schnell, dass ich nur von drei oder vier Mitstreitern überholt wurde und ich schaffte es sogar mich nach zwei bis drei Kilometern noch zu steigern und an der vor mir laufenden Gruppe, mit vielleicht hundert Metern Abstand, dran zu bleiben.

Nach einer Stunde, vierzehn Minuten und zweiundzwanzig Sekunden kam ich im Ziel an. Dort warteten Romana und ihre Eltern bereits auf mich. Romana hatte ihren ersten Triathlon in einer Superzeit von 1:26:57 absolviert und war in der Disziplin "Radfahren" bei den Frauen auf Platz 4 gelandet!

Ich bin sehr zufrieden mit meiner Zeit und stolz auf Romana's Leistung. Wenn wir in den kommenden Monaten das Laufen stärker trainieren, wird sich die eine oder andere Minute beim Hamburg City Man 2006 noch rausholen lassen!

[Links]

Ergebnisse Volkstriathlon Männer (PDF)

Ergebnisse Volkstriathlon Frauen (PDF)

Mein Bericht zum Holsten City Man 2005 Triathlon

[Externe Links]

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